Windows 7 Benutzerkontensteuerung in Standardeinstellung wirkungslos

Wednesday, February 04, 2009 10:31:21 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Die Benutzerkontensteuerung in Windows 7 und Windows Vista soll eigentlich verhindern, das Anwendungen ohne Genehmigung durch den Benutzer administrative Änderungen am System vornehmen können. Das hat in Vista zu sehr viel Kritik geführt, da Microsoft bei Vista etwas über das Ziel hinaus geschossen ist und Vista zu oft um Erlaubnis gefragt hat.

In Windows 7 gibt es deshalb nun verschiedene Einstellungen für die Benutzerkontensteuerung. In der neuen Standardeinstellung fragt Windows nur noch nach, wenn Programme Änderungen am System vornehmen wollen, nicht mehr bei Aktionen, die vom Benutzer ausgelöst wurden. Prinzipiell ist das keine schlechte Idee, leider wurde sie aber sehr schlecht umgesetzt – die Änderung der Benutzerkontensteuerungseinstellungen (was für ein Wort…) durch den Benutzer löst auch keine Nachfrage mehr aus, und Anwendungen können durch simulierte Benutzereingaben so nun die Benutzerkontensteuerung vollständig abschalten.

Statt das Problem zu beheben, behauptet Microsoft nun aber das Problem sei by Design und man werde es nicht ändern.

Inzwischen haben Long Zheng und Rafael Rivera jedoch eine weitere, schlimmere Lücke in der Benutzerkontensteuerung entdeckt: Von Microsoft signierte Anwendungen können priviligierte Aktionen ausführen, ohne eine Abfrage durch die Benutzerkontensteuerung auszulösen. Nun gibt es aber auch Microsoft Anwendungen, die ihrerseits wiederrum dazu verwendet werden können, andere Anwendungen zu starten, z.B. rundll32.exe. Somit können nun Malware-Anwendungen die Microsoft Anwendungen nutzen, um Code ohne Nachfrage mit Administratorrechten zu starten. Die neue Standardeinstellung der Benutzerkontensteuerung ist somit vollkommen nutzlos, wenn man diese Einstellung nutzt kann man die Benutzerkontensteuerung auch gleich komplett abschalten. Einen Demo-Exploit gibt es bei Rafael.

Bis Microsoft das Problem behebt – falls sie es überhaupt beheben – sollte man die Benutzerkontensteuerung deshalb unbedingt wieder auf die höchste Sicherheitsstufe einstellen. Ich hatte unter Vista keine Probleme mit dieser Einstelllung, man gewöhnt sich schnell daran und wenn ein System erst fertig eingerichtet ist, führt man sowieso kaum noch Aktionen durch, die eine Nachfrage erfordern.

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Napster 4 und die Windows 7 Beta

Friday, January 30, 2009 7:20:14 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Nach einem Upgrade von Napster 3 auf die neue Version 4.6.2.1 erhielt ich beim Start von Napster unter Windows 7 immer folgenden Fehler:

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Ein Neustart hat das Problem nicht gelöst.

Was dann aber geholfen hat, war der Windows XP Kompatibilitätsmodus. Rechtsklick auf Napster, dann “Eigenschaften”, “Kompatibilität”. Dort lässt sich der Windows XP Service Pack 2 Kompatibilitätsmodus aktivieren:

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Damit läuft Napster bei mir wieder.

Die neue Version behebt auch gleich einige Probleme, die ich mit Napster 3 hatte. Dort gab es z.B. einige Lieder, die ich nicht herunterladen konnte. Unter Napster 3 gab es bei diesen Liedern immer nur eine nichtssagende Fehlermeldung. Napster 4 hat die Lieder nach der Anmeldung sofort problemlos heruntergeladen.

Was ist sonst noch neu? Ich habe nicht nach Release Notes oder sonstigen Infos gesucht, aber das ist mir aufgefallen:

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Zunächst sieht es schicker aus. Napster 3 war ja doch sehr sehr häßlich. Napster 4 sieht schon besser aus, besonders gut gefällt es mir aber immer noch nicht. Der Windows Media Player ist da deutlich schöner und leichter zu bedienen, das Media Center sowieso. Warum kann ich z.B. nicht einfach auf einen Spaltentitel klicken, um z.B. nach Titel zu sortieren?

Lieder abspielen, ohne sie vorher herunterzuladen, funktioniert immer noch nicht. Ich vermute Napster hat immer noch Probleme mit dem IE8. Warum kümmert man sich bei Napster nicht darum? Den IE8 gibt es ja nun schon länger in verschiedenen Beta Versionen.

Die interessanteste Neuerung ist, das Napster jetzt auch im Browser läuft, also ganz ohne Client. Das funktioniert sogar im IE8. Da kann ich Lieder auch sofort abspielen, ohne sie vorher herunterzuladen. Außerdem kann man dort z.B. durch Klick auf eine Tabellenspalte sortieren. Das Web-Team bei Napster scheint deutlich kompetenter zu sein als die Kollegen, die den Windows Client entwickeln.

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Das waren meine ersten Eindrücke nach wenigen Minuten ausprobierens. Jezt werde ich erst Mal Musik hören :-)

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Daemon Tools funktionieren nicht mit der Windows 7 Beta

Sunday, January 18, 2009 12:15:43 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Irgendwann in 2006, während der Beta von Windows Vista, habe ich darüber gebloggt, dass es eine neue Version der Daemon Tools gibt, die auch unter Vista funktioniert. Aus irgendeinem merkwürdigen Grund ist dieser Blogeintrag sowohl auf Live als auch auf Google das erste Ergebnis, wenn man nach Vista “Daemon Tools” sucht, und dadurch selbst heute noch der am meisten aufgerufene Beitrag in meinem Blog. Er ist überhaupt nicht mehr aktuell, und ich denke ich habe vieles geschrieben, was wesentlich interessanter ist (hoffe ich jedenfalls ;-)), aber kein anderer Beitrag hat so viele Leser.

Deshalb habe ich heute ausprobiert, ob die aktuelle Version der Daemon Tools auch unter der Windows 7 beta funktioniert. Nicht dass ich noch vorhätte sie zu nutzen – meistens entpacke ich .iso Dateien einfach mit Winrar. Aber vielleicht bringt der neue Beitrag ja genauso viele Besucher ;-).

Getestet habe ich Daemon Tools Lite 3.47 unter der 64bit Version von Windows 7 beta.

Beim Aufruf des Setups erscheint bereits eine Warnung, dass es bekannte Kompatibilitätsprobleme mit Daemon Tools gibt. Ich habe die Warnung ignoriert und das Setup trotzdem ausgeführt. Am Ende des Setups wurde ein Neustart verlangt, mit dem Hinweis, dass die Installation nach dem Neustart fortgesetzt werden würde. Nach dem Neustart wurde die Installation jedoch nicht fortgesetzt, sondern wieder von vorne begonnen. Das ganze kann man dann noch beliebig oft wiederholen, installiert wird dabei jedenfalls nichts. Ich habe das Setup zusätzlich noch jeweils im Vista- und XP Kompatibilitätsmodus getestet, was zum gleichen Ergebnis führt.

Die Daemon Tools funktionieren zur Zeit also nicht.

Andere Blogs sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen, z.B. http://extended64.com/blogs/rhoffman/archive/2009/01/08/daemon-tools-is-incompatible-with-windows-7-beta-1.aspx, wo in den Kommentaren auch Alternativen diskutiert werden. Ich selbst nutze wie schon geschrieben WinRar und entpacke damit .iso Dateien, statt sie als Laufwerk zu mounten.

Und jetzt bin ich gespannt, ob dieser Beitrag genauso oft gelesen wird wie mein letzer Blogeintrag zu den Daemon Tools ;-)

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Windows 7 Tipp/Feature #3: Verbesserter Resourcenmonitor

Friday, January 16, 2009 10:32:28 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Der Resourcenmonitor wurde in Windows 7 gegenüber Vista deutlich verbessert. Was mich z.B. unter Vista sehr gestört hat war, dass die einzelnen Tabellen zu CPU-Auslastung usw. eine feste Höhe hatten, und so auf großen Bildschirmen ein großer Teil des Bildschirms nicht genutzt werden konnte. Man musste scrollen, obwohl vielleicht die ganze Tabelle auf den Bildschirm gepasst hätte. In Windows 7 lassen sich die Tabellen nun beliebig vergrößern.

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Die Graphen zu CPU-Auslastung, Arbeitsspeicher usw. befinden sich jetzt auf der rechten Seite statt oben, und je nach Ansicht sind mehr Graphen verfügbar als unter Vista.

In der CPU-Ansicht gibt es nun eine eigene Übersicht für Dienste. In der Prozessliste kann man einzelne Prozesse markieren. Diese werden dann unabhängig von der gewählten Sortierung immer am Anfang der Tabelle dargestellt, außerdem wird die Dienste-Liste so gefiltert, dass nur Dienste aus den gewählten Prozessen angezeigt werden.

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In der Arbeitsspeicher-Ansicht zeigt eine zusätzliche Grafik an, wie der Speicher verwendet wird.

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Der Resourcenmanager ist ein schönes Beispiel für die vielen kleinen Detailverbesserungen, die Windows 7 gegenüber Vista enthält. Solche kleinen Details machen einzeln keinen großen Unterschied, aber duch die Summe vieler kleiner Verbesserungen wirkt Windows 7 gegenüber Vista wesentlich durchdachter und ausgereifter.

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Windows 7 Tipp/Feature #2: Zuverlässigkeitsindex jetzt Teil des Action Centers

Wednesday, January 14, 2009 9:36:46 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Seit Windows Vista gibt es einen Zuverlässigkeitsindex, der als Wert zwischen 1 und 10 angibt, wie stabil ein System ist und wie sich die Zuverlässigkeit seit der Installation geändert hat. Die Zuverlässigkeistüberwachung ist bei Windows 7 im neuen Action Center “versteckt”, und in der unvollständig übersetzten Beta 1 noch über den Link “View System History” erreichbar. Das Action Center selbst lässt sich über die Systemsteuerung starten, oder noch einfacher, über das kleine “Action Center Fähnchen” unten rechts in der Taskleiste.

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Die Zuverlässigkeitsüberwachung selbst sieht auf den ersten Blick aus wie unter Vista – zumindest fallen mir fast keine Unterschiede auf. Einen wichtigen Unterschied gibt es jedoch (zumindest glaube ich, dass das neu ist, ich habe aber kein Vista mehr zum direkten Vergleich): Bei jedem Problem gibt es direkt einen Link “Nach einer Lösung suchen” oder “Technische Details anzeigen”.

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Wie man im Screenshot auch sehen kann, ist der Zuverlässigkeitsindex meines Windows nicht gerade sehr hoch. Hauptsächlich liegt das wohl daran, dass ich immer noch versuche ICQ irgendwie zu starten, und mit mehreren ICQ Abstürzen täglich ist der Index ganz schnell im Keller.

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