Wie man in der Beta 2 (noch) sehen kann wollte Microsoft in Office 2007 auch endlich PDF integrieren. PDF Unterstützung wird ja von anderen Office-Produkten schon lange angeboten, und in der Wikipedia heisst es auch „Durch Offenlegung und Normung von PDF können Drittentwickler unabhängig von Adobe PDF-Werkzeuge bereitstellen“.
Auch bei Adobe ist der erste Punkt in der Beschreibung zum PDF-Format „Open Format“. Sieht man sich die PDF-Seiten von Adobe weiter an, findet man zumindest auf den ersten Blick (länger habe ich nicht gesucht) nirgendwo einen Hinweis, dass man eine Genehmigung von Adobe brauchen würde, um PDF in eigene Produkte zu integrieren. Ganz im Gegenteil, Adobe betont immer weider, dass PDF ein offenes Format sei.
Trotzdem hat Adobe von Microsoft verlangt, entweder die PDF Unterstützung aus Office 2007 zu streichen, oder für Office 2007 mehr Geld zu verlangen, andernfalls werde Adobe rechtliche Schritte gegen Microsoft einleiten. Soviel also zum „offenen Format“. Obwohl Microsoft Adobe sehr entgegen gekommen ist und z.B. angeboten hat, zusammen mit Windows auch Flash und Shockwave auszuliefern, war das Adobe nicht genug. Deshalb muss Microsoft jetzt leider PDF und auch XPS (ein neues Format von Microsoft, grob beschrieben so etwas ähnliches wie PDF) wieder aus Office streichen. Es wird allerdings PDF und auch XPS Unterstützung für Office als seperaten, kostenlosen Download geben.
Danke Adobe, damit hat jetzt keiner etwas gewonnen! Microsoft nicht, Adobe nicht, und erst recht nicht der Kunde, der PDF jetzt umständlich zusätzlich installieren muss.
Mehr dazu gibt es bei Thomas Dreller und bei Brian Jones.