Meine 3 Lieblings-Entwicklertools

Sunday, June 14, 2009 2:53:00 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Fast hätte ich vergessen, meinen Beitrag zur MSDN Blog-Parade zu verfassen. Zum Glück hatte ich mir die Deadline in meinen Outlook-Kalender eingetragen :-).

Was sind meine 3 Lieblings-Entwicklertools?

1. Ganz klar natürlich Visual Studio. Für die .NET-Entwicklung habe ich noch nichts besseres gesehen, und auch ganz allgemein eine sehr schöne IDE. So wie es Out-of-the-box kommt fehlen leider einige wichtige Refactorings und Code-analysen, aber dafür gibt es ja Tool Nr zwei.

2. Und das ist ReSharper. ReSharper erweitert Visual Studio um viele nützliche Refactorings, Code-Analyse, Code-Generierung, Navigationshilfen usw., so dass man deutlich produktiver mit Visual Studio arbeiten kann. Als User Group Leiter habe ich von Jetbrains eine kostenlose Lizenz für ReSharper bekommen.

3. Einen eindeutigen 3. Platz zu vergeben fällt schon schwerer. Deshalb vergebe ich den 3. Platz einfach mal mehrfach und nenne hier verschiedene Tools, die mir spontan einfallen:

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dotnet-mct.de

Monday, May 25, 2009 1:43:58 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Bisher habe ich meine Dienstleistungen ausschließlich über verschiedene Schulungsanbieter angeboten (zumindest habe ich selbst nirgendwo aktiv für mich geworben). Das hat für mich und auch für meine Kunden verschiedene Nachteile.

Ich darf z.B. in der Regel meine Schulungsteilnehmer nicht direkt anschreiben oder den Teilnehmern irgendwelche Kontaktmöglichkeiten nennen. Das führt dazu, dass ich vor der Schulung nur sehr umständlich die Inhalte mit den Teilnehmern absprechen kann (die E-Mails laufen teilweise über 2 oder 3 weitere Personen). Außerdem haben die Teilnehmer keine Möglichkeit, mir nach dem Vortrag noch Fragen zu stellen, oder auch einfach nur mal kurz zu schreiben, ob die geplante Prüfung erfolgreich bestanden wurde oder nicht. Ich kann auch keine Antworten zu Fragen nachreichen, die ich in der Schulung nicht sofort beantworten konnte. Dabei macht so eine Regelung überhaupt keinen Sinn, jeder der eine Suchmaschine bedienen kann findet innerhalb einer Minute heraus, wie er mich erreichen kann. Durch die schlechten Kontaktmöglichkeiten vor den Trainings kommt es nicht selten vor, dass Teilnehmer mit den falschen Vorkenntnissen in eine Schulung kommen, so dass ich ganz andere Inhalte vermitteln muss, als vorher abgesprochen und von mir vorbereitet wurden. Wenn es mal keinen passenden fertigen Kurs von Microsoft gibt, wird ganz selbstverständlich erwartet, dass der Trainer mal eben Unterlagen für 5 Tage selbst erstellt, am besten kostenlos.

Ein weiterer großer Nachteil für mich ist natürlich auch, dass die Schulungsanbieter an jeder Schulung mitverdienen. Der größte Teil der Gebühren, die die Teilnehmer zahlen, geht an den Schulungsanbieter, beim Trainer kommt davon nur ein kleiner Teil an. Vor fast jeder Schulung versuchen viele Anbieter auch, unter irgendwelchen Vorwänden Preise “ausnahmsweise” nach unten zu drücken. Rechnungen werden noch dazu oft sehr spät bezahlt (Negativrekord 2008 war ca. 75 Tage, 2007 waren es über 100 Tage). Sehr oft werden Termine angefragt und reserviert, nur um dann wenige Tage vor der Schulung wieder abzusagen.

Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, mit meinen Angeboten in Zukunft verstärkt direkt Endkunden anzusprechen. Der erste Schritt dazu ist meine neue Seite http://www.dotnet-mct.de.

Für Kunden, die ich bereits über andere Anbieter geschult habe, werde ich auch weiterhin nur über diese Anbieter arbeiten. Das ist für mich selbstverständlich, wäre aber sowieso durch Kundenschutzklauseln in meinen Verträgen gar nicht anders möglich.

Es gibt natürlich auch einige positive Ausnahmen. Von einigen wenigen Anbietern werden Rechnungen auch sehr schnell (7-8 Tage) bezahlt und diese versuchen auch nicht ständig, die Preise zu drücken.

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Napster 4 und die Windows 7 Beta

Friday, January 30, 2009 7:20:14 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Nach einem Upgrade von Napster 3 auf die neue Version 4.6.2.1 erhielt ich beim Start von Napster unter Windows 7 immer folgenden Fehler:

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Ein Neustart hat das Problem nicht gelöst.

Was dann aber geholfen hat, war der Windows XP Kompatibilitätsmodus. Rechtsklick auf Napster, dann “Eigenschaften”, “Kompatibilität”. Dort lässt sich der Windows XP Service Pack 2 Kompatibilitätsmodus aktivieren:

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Damit läuft Napster bei mir wieder.

Die neue Version behebt auch gleich einige Probleme, die ich mit Napster 3 hatte. Dort gab es z.B. einige Lieder, die ich nicht herunterladen konnte. Unter Napster 3 gab es bei diesen Liedern immer nur eine nichtssagende Fehlermeldung. Napster 4 hat die Lieder nach der Anmeldung sofort problemlos heruntergeladen.

Was ist sonst noch neu? Ich habe nicht nach Release Notes oder sonstigen Infos gesucht, aber das ist mir aufgefallen:

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Zunächst sieht es schicker aus. Napster 3 war ja doch sehr sehr häßlich. Napster 4 sieht schon besser aus, besonders gut gefällt es mir aber immer noch nicht. Der Windows Media Player ist da deutlich schöner und leichter zu bedienen, das Media Center sowieso. Warum kann ich z.B. nicht einfach auf einen Spaltentitel klicken, um z.B. nach Titel zu sortieren?

Lieder abspielen, ohne sie vorher herunterzuladen, funktioniert immer noch nicht. Ich vermute Napster hat immer noch Probleme mit dem IE8. Warum kümmert man sich bei Napster nicht darum? Den IE8 gibt es ja nun schon länger in verschiedenen Beta Versionen.

Die interessanteste Neuerung ist, das Napster jetzt auch im Browser läuft, also ganz ohne Client. Das funktioniert sogar im IE8. Da kann ich Lieder auch sofort abspielen, ohne sie vorher herunterzuladen. Außerdem kann man dort z.B. durch Klick auf eine Tabellenspalte sortieren. Das Web-Team bei Napster scheint deutlich kompetenter zu sein als die Kollegen, die den Windows Client entwickeln.

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Das waren meine ersten Eindrücke nach wenigen Minuten ausprobierens. Jezt werde ich erst Mal Musik hören :-)

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Flash-Designer

Saturday, September 13, 2008 6:28:33 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Ja, man kann auch gute und benutzbare Seiten mit Flash entwickeln. Aber http://www.paderchinaimbiss.de ist mal wieder ein Prima Beispiel dafür, dass es leider viel zu viele Flash Entwickler gibt, die das nicht können. Die Seite sieht schick aus, ist aber absolut unbenutzbar und damit vollkomen sinnlos.

Der Screenshot zeigt die Speisekarte in Originalgröße, wie auf der Seite dargestellt:

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Mal abgesehen davon, dass es überhaupt keinen Sinn macht, für eine (statische, nicht interaktive) Speisekarte Flash einzusetzen, kann man die Karte auf dieser Seite überhaupt nicht lesen. Sie wird in einem winzigen Fenster dargestellt, mit ungefähr 3 Pixel hoher Schrift. Klickt man auf das "Vollbild" Icon, öffent sich ein etwas größeres Fenster, das sich aber auch nicht weiter vergrößern lässt und bei mir gerade mal ca. die halbe Bildschirmhöhe ausnutzt. Wenigstens kann man da mit sehr viel Phantasie die Schrift entziffern.

Ich frage mich, warum es Leute gibt, die so etwas online Stellen. Das muss doch einfach auffallen, dass die Seite überhaupt nicht lesbar ist?

 

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Was ist eigentlich dieses ALT.NET?

Sunday, August 10, 2008 2:11:37 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Wer regelmäßig .NET Blogs liest – insbesondere englischsprachige .NET Blogs – wird in letzter Zeit früher oder später auf den Begriff ALT.NET gestossen sein. Mir ist der Begriff jedenfalls in den letzten Monaten immer häufiger begegnet, und irgendwann habe ich dann angefangen, mich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Was ist denn nun ALT.NET? Faul wie ich bin kopiere ich einfach Mal die Erklärung dazu von der deutschen ALT.NET Community altdotnet.de:

Was ist ALT.NET?
Die wichtigste Quelle dazu ist http://www.altnetpedia.com/ (engl.)
Die ALT.NET Bewegung definiert sich wie folgt (engl. Version):
  • ALT.NET Entwickler verwenden was funktioniert und suchen ständig nach neuen, besseren Lösungen.
  • ALT.NET Entwickler bewegen sich auch außerhalb des Mainstream und verwenden Lösungen, Konzepte, Ideen aus allen Bereichen (Open Source, Agile, Java, Ruby, etc.).
  • ALT.NET Entwickler geben sich mit dem status quo nicht zufrieden und suchen ständig nach Möglichkeiten sich in ihrem Code besser, einfacher und eleganter auszudrücken.
  • ALT.NET Entwickler halten Tools für wichtig, wirklich wichtig sind aber fundierte Kenntnisse und Prinzipien. Die besten Tools sind solche, die einen bei der Anwendung der Prinzipien unterstützen.


ALT.NET ist nicht kontra Microsoft und auch nicht alternativ. Es geht uns darum aus den möglichen Alternativen die jeweils beste auszuwählen. Das schließt Lösungen von Microsoft ausdrücklich mit ein, genauso wie Open Source und Third Party Hersteller.

Klingt zunächst einmal sinnvoll und interessant. Allerdings gibt es auch einige kritische Meinungen dazu (einige sind auf der englischsprachigen ALT.NET Seite verlinkt). So wirken z.B. einige der aktiveren ALT.NET Community-Mitglieder auf andere Blogger elitär und arrogant, und teilweise wird ALT.NET als Anti-Microsoft Bewegung gesehen, die alles ablehnt, was von Microsoft kommt, egal ob die alternativen Lösungen nun tatsächlich besser sind oder nicht. Insbesondere in englischsprachigen Blogs sind mir einige Blogbeiträge begegnet, die in diese Richtung gehen (tatsächlich war einer dieser Beiträge sogar mein erster Kontakt mit ALT.NET). In der deutschen Community habe ich zumindest bisher noch nichts negatives darüber gelesen.

Prinzipiell finde ich es gut, sich mit alternativen Tools zu beschäftigen. Nach neuen und besseren Lösungen suche ich sowieso ständig. Für mich persönlich heisst das aber nicht, dass ich unbedingt gleich für alles Alternativen zum “Mainstream von Microsoft” suchen muss. Auch wenn es für manche Bereiche gute Alternativen gibt (z.B. NHibernate als Alternative zu LINQ to SQL) entscheide ich mich trotzdem oft für die Microsoft Lösung.

Ich bin freiberuflicher Trainer und Entwickler. Als Trainer muss ich mich mit den Technologien auskennen, die am meisten nachgefragt werden. Bisher hatte ich noch keine einzige Anfrage zu NHibernate, Castle Windsor, Monorails oder irgendwelchen anderen Alternativen Technologien, aber zu den “Mainstream” Technologien von Microsoft bekomme ich mehr Anfragen als ich annehmen kann. Würde ich anfangen, alle Mainstream Technologien durch ihre “ALT.NET Alternativen” zu ersetzen, dann könnte ich solche Anfragen bald nicht mehr annehmen, weil mir dann die praktische Erfahrung mit den Mainstream Produkten fehlen würde. Als Entwickler habe ich das Problem, das ich quasi für jedes Projekt in eine neue Firma komme und mit neuen Leuten zusammenarbeite, und dann mit den Technologien arbeiten muss, die beim jeweiligen Kunden eingesetzt werden – und das sind nun mal in der Regel die “Mainstream Technologien” von Microsoft. Ausnahmen gibt es da höchstens beim Team Foundation Server – der ist gerade für kleinere Firmen einfach oft zu teuer, so dass dann Alternativen wie Subversion, Cruisecontrol.NET usw. eingesetzt werden.

Bin ich also nun ein “ALT.NETter” oder eher ein “Mainstream” Entwickler? Ich setzte zwar hauptsächlich Tools von Microsoft ein, aber wenn man sich die ALT.NET Definition oben mal genauer anschaut steht dort nirgendwo, dass das ein Widerspruch sein muss. Unter den für mich gegebenen Rahmenbedingungen setze ich die Tools ein, die für mich am besten geeignet sind. Das sind nun mal in meinem Fall sehr oft – aber nicht immer – die Microsoft Tools. Teilweise sind es aber auch “ALT.NET Tools”, z.B. xUnity und RhinoMocks. Insofern würde ich mich weder als “typischen ALT.NET Entwickler” noch als “typischen Microsoft Mainstream Entwickler” sehen.

Im Oktober findet übrigens die erste deutsprachige ALT.NET Konferenz statt: http://netopenspace.de. Wenn nichts dazwischen kommt werde ich auf jeden Fall daran teilnehmen, das wird sicher eine spannende Abwechslung zu den klassischen Konferenzen.

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