Warum ich nicht mehr bei Aral/BP tanke

Friday, June 11, 2010 11:34:58 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Nachdem ein Kommentar von mir auf Twitter ("Nochmal zur Erinnerung für's nächste Tanken: Aral = BP") zu einigen Antworten von @writeline und @_zif_ geführt hat, und 140 Zeichen einfach zu kurz sind, ausführlich darauf zu antworten, kommentire ich das mal etwas ausführlicher hier im Blog.

In den Kommentaren ging es in etwa darum, ob es Sinn macht, BP/Aral zu boykottieren, und ob wir nicht als Autofahrer sowieso eine Mitschuld tragen.

Ist man als Autofahrer oder allgemein Verbraucher von Öl mitschuld an der Umweltkatastrophe im Golf? Ich würde sagen nein, so direkt kann man das nicht sagen, denn gerade beim Benzin und anderen Ölprodukten fehlt mir als Verbraucher die Möglichkeit zu erkennen, wie diese Produkte entstanden sind.

Ich bin gerne bereit, für "vernünftig" hergestellte Produkte auch mehr zu bezahlen. Wenn ich z.B. Eier kaufe und nicht mit bestimmten Haltungsbedingungen einverstanden bin, kann ich Bio-Eier kaufen. Bei vielen anderen Lebensmitteln habe ich ähnliche Wahlmöglichkeiten. Und die nutze ich auch.

Aber beim Öl? Bestenfalls über die Wahl meines Stromanbieters habe ich da einen einigermaßen großen Einfluss (hier nutze ich 100% Ökostrom von NaturWatt).

Wenn ich tanke sehe ich nicht, ob das Benzin aus Öl hergestellt wurde, das "vernünftig", also unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards, vernünftiger Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter usw. gefördert wurde. Ich sehe nicht, wo es herkommt – ob von irgendeiner Bohrinsel, oder einem Bohrturm in der Wüste. Ob dabei viel Natur zerstört wurde oder nicht. Es gibt kein Gegenstück zu “Bio” bei Lebensmitteln, das irgendetwas darüber aussagt, wo das Öl herkommt.

Echte Alternativen gibt es auch nicht. Elektroautos z.B. sind für mich einfach nicht bezahlbar. Der ÖPNV scheidet aus wegen mangelnder Verbindungen und überhöhter Preise. Bestenfalls kann ich also ein kleines, sparsames Auto fahren (und das mache ich auch - ich bin allgemein sowieso kein Fan großer Autos).

Die einzige Einflussmöglichkeit, die ich sonst noch sehe, ist die Wahl der Tankstelle. Deshalb tanke ich nicht mehr bei BP/Aral. Möglicherweise (wahrscheinlich sogar) sind die meisten anderen Anbieter auch nicht besser. Aber ich habe keine Möglichkeit, das irgendwie zu überprüfen. Bei BP weiß ich zumindest, dass sie (mit großer Wahrscheinlichkeit) Schuld sind an dem, was da am Golf passiert. Ich weiß nicht, ob BP alle Sicherheitsstandards eingehalten hat oder nicht, aber zumindest weiß ich, dass sich BP vorher anscheinend überhaupt keine Gedanken gemacht hat, wie man im Katastrophenfall handeln soll. Das trifft dann zwar (leider) auch den unschuldigen Tankstellenpächter, aber einen anderen Weg sehe ich nicht.

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dotnet Cologne 2010

Saturday, May 29, 2010 1:19:51 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Gestern war wieder dotnet Cologne. Dieses Jahr noch größer mit 300 Teilnehmern und deshalb auch nicht in der Microsoft Niederlassung in Köln, sondern im Holliday Inn Am Stadtwald.

Ich war mit zwei Vorträgen dabei:

  • Visual Studio 2010 Extensibility (Folien)
  • Internationalisierung von WPF Anwendungen mit NLocalize (Folien)

Beide Vorträge waren gut besucht und das Feedback der Teilnehmer nach den Vorträgen (insbesondere bei NLocalize) sehr positiv.

Leider bin ich selbst mal wieder nicht wirklich dazu gekommen, mir Vorträge anzusehen. Die Vorträge, die mich am meisten interessiert hätten, liefen immer dann, wenn ich gerade keine Zeit hatte. Wenn ich Zeit hatte ging es meistens um Grundlagen zu irgendwelchen Themen, die ich selbst schon kannte. Trotzdem war es eine sehr gelungene Veranstaltung mit vielen Möglichkeiten zum Networking. Sehr gut gefallen hat mir auch die Grillparty des dotnet-Forums, die im Anschluss an die dotnet Cologne stattgefunden hat.

Weniger zufrieden war ich mit dem Hotel. Die 99€ pro Nacht waren absolut unangemessen, ich habe schon oft in schöneren Zimmern für deutlich weniger Geld übernachtet. Dazu kamen dann noch absolut unverschämte und meiner Meinung nach schon an Betrug grenzende Preise für Internet und Telefon, und 10€ pro Tag Parkgebühren. Internet für 7€ / Std, Ortsgespräche für 50 cent / Minute, deutschlandweit für 1€ / Minute und ins Mobilfunknetz für 1,50€ / Minute. Da fragt man sich, ob das Hotel per Satellitentelefon an das Telefonnetz angeschlossen ist (tatsächlich sind die Gebühren für Satellitentelefongespräche sogar teilweise günstiger). Zum Glück habe ich nicht telefoniert. Hätte ich versehentlich (ohne die Preise zu sehen) telefoniert, hätte ich mich jedenfalls geweigert, solche Gebühren zu bezahlen. Für mich heisst das jedenfalls, dass ich nicht noch einmal in einem Holliday Inn übernachte, sofern es sich irgendwie vermeiden lässt.

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Meine 3 Lieblings-Entwicklertools

Sunday, June 14, 2009 2:53:00 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Fast hätte ich vergessen, meinen Beitrag zur MSDN Blog-Parade zu verfassen. Zum Glück hatte ich mir die Deadline in meinen Outlook-Kalender eingetragen :-).

Was sind meine 3 Lieblings-Entwicklertools?

1. Ganz klar natürlich Visual Studio. Für die .NET-Entwicklung habe ich noch nichts besseres gesehen, und auch ganz allgemein eine sehr schöne IDE. So wie es Out-of-the-box kommt fehlen leider einige wichtige Refactorings und Code-analysen, aber dafür gibt es ja Tool Nr zwei.

2. Und das ist ReSharper. ReSharper erweitert Visual Studio um viele nützliche Refactorings, Code-Analyse, Code-Generierung, Navigationshilfen usw., so dass man deutlich produktiver mit Visual Studio arbeiten kann. Als User Group Leiter habe ich von Jetbrains eine kostenlose Lizenz für ReSharper bekommen.

3. Einen eindeutigen 3. Platz zu vergeben fällt schon schwerer. Deshalb vergebe ich den 3. Platz einfach mal mehrfach und nenne hier verschiedene Tools, die mir spontan einfallen:

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dotnet-mct.de

Monday, May 25, 2009 1:43:58 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Bisher habe ich meine Dienstleistungen ausschließlich über verschiedene Schulungsanbieter angeboten (zumindest habe ich selbst nirgendwo aktiv für mich geworben). Das hat für mich und auch für meine Kunden verschiedene Nachteile.

Ich darf z.B. in der Regel meine Schulungsteilnehmer nicht direkt anschreiben oder den Teilnehmern irgendwelche Kontaktmöglichkeiten nennen. Das führt dazu, dass ich vor der Schulung nur sehr umständlich die Inhalte mit den Teilnehmern absprechen kann (die E-Mails laufen teilweise über 2 oder 3 weitere Personen). Außerdem haben die Teilnehmer keine Möglichkeit, mir nach dem Vortrag noch Fragen zu stellen, oder auch einfach nur mal kurz zu schreiben, ob die geplante Prüfung erfolgreich bestanden wurde oder nicht. Ich kann auch keine Antworten zu Fragen nachreichen, die ich in der Schulung nicht sofort beantworten konnte. Dabei macht so eine Regelung überhaupt keinen Sinn, jeder der eine Suchmaschine bedienen kann findet innerhalb einer Minute heraus, wie er mich erreichen kann. Durch die schlechten Kontaktmöglichkeiten vor den Trainings kommt es nicht selten vor, dass Teilnehmer mit den falschen Vorkenntnissen in eine Schulung kommen, so dass ich ganz andere Inhalte vermitteln muss, als vorher abgesprochen und von mir vorbereitet wurden. Wenn es mal keinen passenden fertigen Kurs von Microsoft gibt, wird ganz selbstverständlich erwartet, dass der Trainer mal eben Unterlagen für 5 Tage selbst erstellt, am besten kostenlos.

Ein weiterer großer Nachteil für mich ist natürlich auch, dass die Schulungsanbieter an jeder Schulung mitverdienen. Der größte Teil der Gebühren, die die Teilnehmer zahlen, geht an den Schulungsanbieter, beim Trainer kommt davon nur ein kleiner Teil an. Vor fast jeder Schulung versuchen viele Anbieter auch, unter irgendwelchen Vorwänden Preise “ausnahmsweise” nach unten zu drücken. Rechnungen werden noch dazu oft sehr spät bezahlt (Negativrekord 2008 war ca. 75 Tage, 2007 waren es über 100 Tage). Sehr oft werden Termine angefragt und reserviert, nur um dann wenige Tage vor der Schulung wieder abzusagen.

Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, mit meinen Angeboten in Zukunft verstärkt direkt Endkunden anzusprechen. Der erste Schritt dazu ist meine neue Seite http://www.dotnet-mct.de.

Für Kunden, die ich bereits über andere Anbieter geschult habe, werde ich auch weiterhin nur über diese Anbieter arbeiten. Das ist für mich selbstverständlich, wäre aber sowieso durch Kundenschutzklauseln in meinen Verträgen gar nicht anders möglich.

Es gibt natürlich auch einige positive Ausnahmen. Von einigen wenigen Anbietern werden Rechnungen auch sehr schnell (7-8 Tage) bezahlt und diese versuchen auch nicht ständig, die Preise zu drücken.

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Napster 4 und die Windows 7 Beta

Friday, January 30, 2009 7:20:14 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Nach einem Upgrade von Napster 3 auf die neue Version 4.6.2.1 erhielt ich beim Start von Napster unter Windows 7 immer folgenden Fehler:

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Ein Neustart hat das Problem nicht gelöst.

Was dann aber geholfen hat, war der Windows XP Kompatibilitätsmodus. Rechtsklick auf Napster, dann “Eigenschaften”, “Kompatibilität”. Dort lässt sich der Windows XP Service Pack 2 Kompatibilitätsmodus aktivieren:

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Damit läuft Napster bei mir wieder.

Die neue Version behebt auch gleich einige Probleme, die ich mit Napster 3 hatte. Dort gab es z.B. einige Lieder, die ich nicht herunterladen konnte. Unter Napster 3 gab es bei diesen Liedern immer nur eine nichtssagende Fehlermeldung. Napster 4 hat die Lieder nach der Anmeldung sofort problemlos heruntergeladen.

Was ist sonst noch neu? Ich habe nicht nach Release Notes oder sonstigen Infos gesucht, aber das ist mir aufgefallen:

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Zunächst sieht es schicker aus. Napster 3 war ja doch sehr sehr häßlich. Napster 4 sieht schon besser aus, besonders gut gefällt es mir aber immer noch nicht. Der Windows Media Player ist da deutlich schöner und leichter zu bedienen, das Media Center sowieso. Warum kann ich z.B. nicht einfach auf einen Spaltentitel klicken, um z.B. nach Titel zu sortieren?

Lieder abspielen, ohne sie vorher herunterzuladen, funktioniert immer noch nicht. Ich vermute Napster hat immer noch Probleme mit dem IE8. Warum kümmert man sich bei Napster nicht darum? Den IE8 gibt es ja nun schon länger in verschiedenen Beta Versionen.

Die interessanteste Neuerung ist, das Napster jetzt auch im Browser läuft, also ganz ohne Client. Das funktioniert sogar im IE8. Da kann ich Lieder auch sofort abspielen, ohne sie vorher herunterzuladen. Außerdem kann man dort z.B. durch Klick auf eine Tabellenspalte sortieren. Das Web-Team bei Napster scheint deutlich kompetenter zu sein als die Kollegen, die den Windows Client entwickeln.

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Das waren meine ersten Eindrücke nach wenigen Minuten ausprobierens. Jezt werde ich erst Mal Musik hören :-)

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