Von Naples aus ging es direkt weiter in den Big Cypress National Park und die Everglades. Vorher bin ich aber noch in Naples in einen Walt Mart gefahren, da gab es eine Bank, bei der ich meine Travelers Chqeues einlösen wollte. Die Bankangestellte hatte sowas aber anscheinend noch nie gemacht und musste erst American Express anrufen und sich erklären lassen, wie das denn geht. Die ganze Prozedur war ziemlich umständlich und hat lange gedauert. Bei meinem nächsten USA Aufenthalt werde ich einfach komplett auf die Travelers Chques verzichten, die machen mehr Probleme als dass sie etwas nutzen.
Da die Bank noch nicht geöffnet hatte und ich noch 20 Minuten warten musste habe ich mir auch eine neue Hose und ein paar andere Dinge gekauft. Der Service war dabei wie bis jetzt bei allen Einkäufen hier gewohnt gut, die Ware wird einem eingepackt und die Tüte kostet auch nichts extra. Schade dass es das bei uns nicht gibt, dafür wäre ich auch bereit ein wenig mehr zu bezahlen.
Mein erster Halt war im Seminole State Park. Weit bin ich da aber nicht gekommen, denn beim Versuch mir diese Maschine anzusehen...
... wurde ich sofort von einem Schwarm wütender Killermoskitos angegriffen. Also Flucht ins Auto, "gut, dass ich mein Stiftung Warentest getestetes Autan eingepackt habe" - von wegen. Die Moskitos waren vom Autan absolut unbeeindruckt, ich wurde genausoschnell von Moskitos eingekreist wie vorher. Eine Minute und ca. 5 Moskitostiche später saß ich wieder im Auto. Schade, der Park sah super interessant aus. Allerdings war mir dann auch klar, warum es im Park so leer war :).
Ich hatte schon die Befürchtung, dass das überall in den Everglades so sein würde, das war aber zum Glück nicht der Fall. Der nächste Stop wenige Meilen weiter war dann eine Airboat Tour.
Da die nächsten zwei Touren schon voll waren habe ich mir einen Platz in der nächsten freien Tour reserviert und bin erst mal weiter in die nächste Stadt gefahren, um etwas zu Essen. "Stadt" ist vielleicht der falsche Begriff für Everglades City, denn viel mehr als ein paar Häuser, Restaurants, und noch mehr Airboat-Tourenanbieter gab es da eigentlich nicht.
Dafür habe ich aber ein alkoholfreies Bier aus Deutschland bekommen. Da fliege ich tausende Kilometer und fahre hunderte Meilen zu einem kleinen Dorf mitten in den Everglades, und bestelle ein alkoholfreies Bier, und bekomme eins aus Deutschland. Also das hätte ich auch zu Hause haben können :).

Nach einem Taco Buffet, dem alkoholfreien Bier und einem Stück Key Pie (sehr lecker!) bin ich wieder zurück zur Airboat Tour gefahren. Den ersten Alligator habe ich noch vor der Tour unter dem Haus des Touranbieters gesehen.


Die Tour mit dem Air Boat hat ca. eine Stunde gedauert und hat sich wirklich gelohnt. Wer in die Everglades fährt sollte so eine Tour unbedingt mitmachen.
Der weitere Weg führte mich dann direkt durch die Everglades. Neben der direkten Verbindung gibt es dort auch einen nicht geteerten Nebenweg, den man fahren kann, wenn man sich die Landschaft besser aus dem Auto heraus ansehen möchte. Der Weg ist schön, allerdings voller Schlaglöcher und ist deshalb nur sehr langsam befahrbar. Außerdem muss ich jetzt mit dem Mietwagen in die Waschstraße, bevor ich ihn wieder abgebe :).
Am Anfang lag sogar ein Alligator auf der Straße. Ich war etwas langsam mit der Kamera und er ist weggelaufen als er mein Auto gesehen hat, deshalb kann man ihn auf dem Foto nur noch sehr schlecht erkennen.

Irgendwo an der Straße habe ich einen Wanderweg entdeckt. Der Weg sollte ca. 30 Minuten dauern, es wurde jedoch auf einem großen Schild vor Panthern gewarnt. Tolle Aussichten - Panther, Alligatoren, Schlangen und wer weiß was sonst noch alles.

Trotzdem bin ich dem Weg gefolgt. Nach wenigen Minuten hat mich dann allerdings kein Panther, sondern ein Moskito wieder zum Auto zurück gejagt. Die Stiche aus dem Seminole State Park waren mir schon genug.
Wieder zurück auf der Hauptstraße kam ich als nächstes in ein Indianerreservat. Man beachte die Farben der Flagge des Indianerstammes:
Angeblich haben die Farben irgendwelche Bedeutungen und sehen nur zufällig wie die deutsche Flagge aus. Ich vermute aber dass die zumindest für die Herstellung ihrer Flaggen eine deutsche Flagge als grundlage nehmen und dann einfach noch weiße Streifen annähen, die Farben sahen für mich nämlich nicht nur ähnlich sondern genau gleich aus.
Letzter Halt in den Everglades war dann noch ein Visitor Center. Von dort aus kann man normalerweise mit einer Tram einige Meilen in die Everglades hinaus fahren, dafür war es jedoch schon zu spät. Also blieb mir nur noch der kürzere Fußweg.
Wenige Meilen nach diesem Visitor Center war ich dann auch schon am Stadtrand von Miami angekommen. Ich bin einmal quer durch Miami gefahren bis nach Miami Beach auf der anderen Seite.
Nach einiger Suche habe ich dann auch ein günstiges Hotel gefunden. Unter $60 pro Nacht, gratis WLAN, die Einrichtung ist zwar teilweise schon alt und könnte mal wieder eine Renovierung vertragen, aber die Zimmer sind sauber und ich habe sogar zum ersten Mal eine Mikrowelle und einen Kühlschrank auf dem Zimmer.
In diesem Hotel bleibe ich für zwei Nächte. Am Donnerstag fahre ich dann weiter in Richtung Key West.
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