Tag 2 nach der Konferenz - von Orlando nach Naples

Monday, June 11, 2007 7:42:57 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)

Ab heute bin ich allein unterwegs, der MCT aus Rumänien wollte nach Disneyworld, das war mir zu teuer. Ich bin stattdessen über Tampa und St. Petersburg bis Naples gefahren. Ich bin in diesem Urlaub ganz spontan unterwegs. Gestern um diese Zeit wusste ich noch nicht einmal, ob ich an der Golfküste oder an der Atlantikküste nach Süden fahren würde, und wo ich morgen um diese Zeit sein werde weiß ich auch noch nicht.

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In Tampa habe ich mir das Florida Aquarium angesehen - eigentlich war der Hauptgrund dafür, dass ich kein Bargeld mehr hatte und irgendwie meine Traveler Cheques noch nicht einsetzen konnte. Das Restgeld vom Eintritt habe ich dadurch in Bar zurück bekommen. Die Cheques wollte ich eigentlich für Hotels einsetzen, nur wollte die bis jetzt kein Hotel akzeptieren. Ich hatte den Eindruck, dass die garnicht wussten was Traveler Cheques überhaupt sind und dachten, ich wollte mit "normalen" Schecks brezahlen. Wenn ich noch einmal in die USA Reise nehme ich keine mehr mit. Alles was man hier braucht ist eine Kreditkarte und jede Menge Kleingeld (1$ und 25 cent Münzen) für Busse und Automaten.

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Microsoft Aufkleber in einem Geschäft in Tampa:

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Mit Automaten hatte ich allerdings gar kein Glück heute. Zuerst haben 3 von 4 öffentlichen Münzfernsprechern mein Geld ohne Gegenleistung geschluckt und wollten es auch nicht mehr hergeben, danach habe ich an einem Kaffeeautomaten nur einen leeren Becher für meine 75 cent bekommen. Und der Tankautomat wollte auch nicht so richtig. An der Tankstelle wo ich heute getankt habe muss man das Benzin entweder im Voraus bezahlen, oder mit Kreditkarte direkt an der Zapfsäule. Ich habe 10 Minuten erfolglos versucht den Automaten dazu zu bewegen, meine Kreditkarte zu akzeptieren. Meine Sparkassenkarte hat er erstaunlicherweise angenommen.

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Was beim Fahren hier noch sehr gewöhnungsbedürftig ist: die Ampeln stehen nicht wie bei uns vor der Kreuzung, sondern hängen darüber oder dahinter an Stellen wo man sie als deutscher Autofahrer gar nicht vermutet. Dadurch bin ich schon 1 x über Rot gefahren, weil ich die Ampel einfach nicht gesehen habe. Und an manchen Kreuzungen war ich mir gar nicht sicher welche der Ampeln denn nun für mich gilt. Außerdem kann man die Ampel nicht sehen, wenn man hinter einem LKW her fährt. Wenn der noch gerade so bei Orange über die Ampel gefahren ist und man selbst schon Rot hat, dann hat man keine Chance das zu sehen.

Das Aquarium in Tampa hat mir gut gefallen. Seaworld war eher Entertainment, das Florida Aquarium will mehr informieren als unterhalten. Zum renien beobachten von Fischen hat es mir besser gefallen als Seaworld, dafür gibt es drum herum keine zusätzliche Unterhaltung (bzw. nur für Kinder).

Nach dem Aquarium habe ich dann festgestellt, dass man in der Nähe von Häfen sehr vorsichtig mit dem Fotografiren sein sollte. Ich wollte eine Straßenbahn fotografieren, und zufällig war das in der Nähe eines Kontrollpunkts am Hafen. Da hat mich der Polizist dann sofort (aber wenigstens freundlich) aufgefordert, die Kamera auszuschalten und keine Fotos zu machen.

Nach Tampa bin ich zu einem Strand südlich von St. Petersburg gefahren. Laut meinem Reiseführer sollte es dort sehr schöne Strände geben. Leider habe ich den "richtig schönen" Strand nicht sofort gefunden, ich bin dann an einen "normal schönen" Strand in St. Pete Beach zum Baden gefahren. Das Wasser war super warm, richtig schön angenehm. Eigentlich wollte ich zum Fort de Soto County Park, der 2005 zum schönsten Strand der USA gewählt wurde. Hinterher habe ich ihn dann doch noch gefunden und mir das alte Fort dort angesehen, gebadet habe ich dann aber nicht noch einmal.

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Florida 2007 207

Anschließend bin ich weiter in Richtung Süden gefahren. Da ich morgen in die Everglades möchte wollte ich schon so weit wie möglich nach Süden kommen. Es gab die ganze Fahrt über an jeder Ausfahrt mehrere Hotels, aber sobald ich von der I75 herunter war kamen keine mehr - ausgerechnet ungefähr zu dem Zeitpunkt, wo ich so langsam irgendwo einchecken wollte. Außerdem war meine Karte nicht sehr genau, viele kleinere Straßen waren gar nicht eingezeichnet. So bin ich dann irgendwann auf Marco gelandet, einer kleinen Insel im Südwesten von Florida, die über Brücken mit dem Festland verbunden ist. Da gab es zwar sehr viele Hotels, allerdings keine in meiner Preisklasse - scheint wohl eher ein Urlaubsort für Reiche zu sein. Also musste ich wieder zurück bis Naples. Jetzt habe ich ein viel zu teures Zimmer, es war dann nämlich schon so spät, dass ich nicht mehr lange suchen wollte. Für morgen Abend werde ich mir wohl schon vorher im Internet ein günstiges Hotel suchen.

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